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OMS-Woche

OMS-Woche ??? ein kunterbunter Reigen an attraktiven Angeboten

Einen der Höhepunkte des Schuljahres bildet für die Schülerinnen und Schüler die OMS-Woche, in der die Lehrpersonen verschiedenste Kurse organisieren und für die sich die Jugendlichen im Laufe des Herbsts einschrieben. Die Auswahl war gross ??? mehr als 30 Wochen- oder Halbwochenkurse standen zur Auswahl. Mit Kulturreisen ins Ausland, Pferdewochen im Jura, Skitouren im Wallis, einer Einführung in die Welt der Parfumherstellung oder in den Golfsport, Mountainbiketouren, Multimediakursen an der OMS oder etwa Tanz und Film stand eine Vielfalt von attraktiven Angeboten im Programm. Stellvertretend für das attraktive Angebot seien an dieser Stelle vier Kurse näher ausgeführt.

„Country Line Dance“ hiess ein Angebot, das unter der Leitung von Eugénia Murmann und der Tanzlehrerin Marlyse Tscherry, der Inhaberin der Oberwallis Tanzschule „Mountain Dancers“, zum bereits sechsten Mal im „Rothis Western Saloon“ in Gampel stattfand und zwölf Interessentinnen aus den verschiedensten Klassen fand. Im Laufe der Woche erlernten die äusserst motivierten Schülerinnen neun verschiedene Tänze, wobei nicht nur die klassische Countrymusik ihren Platz fand, sondern auch moderne Pop- und Funkmusik. 

Auf kultureller Entdeckungsreise in Prag befand sich ein Grossteil der FMP-Klasse. Neben den üblichen Höhepunkten an Sehenswürdigkeiten wie der Prager Burg, der Karlsbrücke und dem Altstätter Ring legte das Lehrerteam um Benedikt Maurer ein Schwergewicht auf das Judentum in Osteuropa, wo neben dem Besuch der verschiedenen Synagogen und dem jüdischen Friedhof auch ein Weg auf Franz Kafkas Lebensspuren nicht fehlen durfte. Abends stand dann neben einem Besuch eines Schwarzlichttheaters und eines klassischen Konzerts auch mal leichtere Kost auf dem Programm – „Mamma mia“ auf Tschechisch war zwar für den geneigten ABBA-Liebhaber zunächst gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem ein Erlebnis. 

In heimischeren Gefilden tummelte sich eine Gruppe, geleitet von Georg Burchard und Fabian Ittig, nämlich auf einem Reithof im Jura. Quartier bezog man in einem altehrwürdigen Bauernhaus aus dem Jahre 1682 in La Chaux-des-Breuleux.  Auf 1000 Meter Höhe lernte die Gruppe während einer Woche die schöne Landschaft der Freiberger Hochebene auf dem Rücken der Pferde und auf dem Sattel des Fahrrads kennen. Waren die Pferde einmal versorgt, ging es also mit dem Fahrrad weiter, und in der Gruppe erkundete man bei schönstem Wetter die nähere Umgebung, etwa das Windkraftwerk auf dem Mont Crosin, das Pferdeheim in Les Roselet, den idyllischen Moorsee Etang de la Gruère und erklomm letztlich noch die Felsen des Spiegelbergs (Arête de Sommêtres), um einen Blick auf den romantischen Doubs und auf Frankreich zu werfen. Abends blieb genügend Zeit für Gesellschaftsspiele, oder Herr Ittig führte die Jugendlichen in die Kunst des Bogenschiessens ein. 
    
Etwas kühl fiel der Empfang in Wien für die Gruppe von Christoph Abgottspon und Heinrich Imhasly aus, was aber nicht am Charme der Wiener, sondern an den für Ende April tiefen Temperaturen lag. Trotzdem erkundigte die Gruppe unmittelbar nach der Ankunft ein erstes Mal die Innenstadt und genoss das obligatorische Wienerschnitzel in der Nähe des Stephansdoms, bevor der erste Tag seinen würdigen und vergnüglichen Abschluss im Prater fand. Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen der Donaumonarchie, was sich sowohl im Besuch von Schloss Schönbrunn wie jenem des Belvederes manifestierte. Und nach so viel Kultur fanden sowohl die müden Füsse (15 km Wegstrecke zeigte die App an) wie auch der Gaumen durchaus Gefallen am Naschmarkt, wo die Wiener Gemütlichkeit sich so richtig entfalten konnte und man sich schon mal gedanklich auf das „nekrophile“ Programm des nächsten Tages, nämlich das pathologische Museum „Narrenturm“ sowie die Michaelergruft, vorbereitete. Wiens geografische Lage im Zentrum des neuen Europas und als Tor zum Osten bildete schliesslich den Abschluss der OMS-Woche, ging es doch mittels Katamaran und mit bis zu 60 Kilometern die Stunde über die Donau hinweg bis nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Die Zeit liess allerdings nur einen Besuch der charmanten Altstadt zu, bevor es zurück nach Wien und letztlich mit einem grossen Rucksack, vollgepackt mit Eindrücken und Erlebnissen, zurück nach Brig ging.