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Sprachaustausch England

Seit 1999 ist es an unserer Schule eine schöne Tradition, einen einwöchigen Austausch mit einer englischen Privatschule zu organisieren. Nach dem Eastbourne College und der St. Edwards School fand der Austausch nun erstmals mit dem Harrogate Ladies’ College statt, einer Mädchenschule im Norden Englands. Anfangs Februar hiess es also für elf Erstklässlerinnen, die traute OMS-Umgebung mit der fremden einer englischen Privatschule zu tauschen und sich auf ungewohnte Schulfächer, Regeln und Gebräuche einzustellen.

 

Harrogate ist eine wunderschöne Kleinstadt in der Nähe von Leeds, bekannt für ihre heilsamen Quellen und dafür, der Ort mit den glücklichsten Menschen in England zu sein. Das Harrogate Ladies’ College bereitet hier seit gut hundert Jahren Mädchen auf ihre Zeit an der Universität vor.

Standen der Samstagabend und Sonntag im Zentrum des gegenseitigen Kennenlernens, so hiess es am Montag, sich in den englischen Schulalltag zu integrieren. Dazu gehörte unter anderem der gemeinsame Beginn der Woche in der Kapelle, gekleidet in die grünen Umhänge, bevor man sich den jeweiligen Schwerpunktfächern widmete. Nach der Schule galt es, in der Bibliothek auf Englisch den Partnern sowie weiteren Interessierten das Wallis und unsere Schule vorzustellen. Ebenfalls dem Regelunterricht unterworfen war der Mittwoch, auch wenn dieser zunächst mit einer zweistündigen Einführung in Lacrosse begann, einer Sportart, die sich am Harrogate Ladies’ College grosser Tradition erfreut. War der Beginn des Tages also eher sportlich, so war dann abends der Intellekt gefordert. Thomas Dylans Theaterstück „Under the Milkwood“ ist auch auf Deutsch eine sprachliche Herausforderung, geschweige denn auf Englisch.

Aber nicht nur die Schule sollte im Fokus des Austauschs stehen, sondern auch Harrogate und die weitere Umgebung wollten erkundet werden. So gab es am Sonntag die Möglichkeit, das nach dem Niedergang der Stahl- und Kohleindustrie neu erblühende Leeds zu entdecken, während das mittelalterliche York mit seiner prächtigen Kathedrale, der vollständig erhaltenen Stadtmauer sowie den schmalen Gässchen eher dazu verlockte, in die Vergangenheit zu schauen. Und am Donnerstag standen dann Kultur sowie die Geschichte des Bergbaus bei einem Ausflug im Zentrum. Der York Sculpture Park bietet etwa 60 riesigen Skulpturen Heimat, und dies in einer prächtigen Landschaft. Eng und dunkel war es dann 140 Meter unter der Erdoberfläche, wo von ehemaligen Kumpels im National Coal Mine Museum in einer aufgelassenen Mine die gut 200-jährige Geschichte des Bergbaus gezeigt und auf anschauliche Weise erläutert wurde.

Text und Fotos: Paul Seiler

Und hier geht es zu den Fotos!

 

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